Immobilienlexikon

Immobilienlexikon

Die wichtigsten Begriffe aus dem Immobilienbereich kurz und treffend erläuter.

  • Abgeschlossenheit

    Abgeschlossenheit heißt, dass Wohnungen in einem Gebäude mit mehreren Nutzungs- oder Wohneinheiten einen eigenen Eingang haben.

  • Abschreibung

    Bei sämtlichen Objekten des Anlagevermögens, die für einen mittelfristigen oder langfristigen Zeitraum in einem Unternehmen genutzt werden sollen, kann man die Herstell- oder Anschaffungskosten im Jahr, in dem die Anschaffung getätigt wurde, nicht vollständig als Aufwand buchen. Die Verbuchung erfolgt also anteilig über die Jahre der Nutzung. Damit wird der jährliche Werteverzehr ausgedrückt.

  • Abstandsflächen

    Die Abstandsfläche beschreibt die Fläche vor den Außenwänden eines Hauses. Diese Fläche muss (mit einigen wenigen Ausnahmen) freigehalten werden und ist damit nicht bebaubar.

  • Alleinauftrag

    Die Bezeichnung „Alleinauftrag“ kennt man meist nur aus dem Maklerrecht. Man versteht darunter das alleinige Immobilien-Vermaklungsrecht des Maklers, dem der Auftrag, die Immobilie zu verkaufen/zu vermieten, erteilt wurde. Es gibt für den Alleinauftrag in Deutschland allerdings keine gesetzliche Regelung.

  • Allgemeines Wohngebiet

    Wird ein Wohngebiet als Allgemeines Wohngebiet ausgewiesen, so ist es in erster Linie zum Wohnen vorgesehen. Die Gebäude in den Allgemeinen Wohngebieten werden demnach fast ausschließlich zum Wohnen und nicht etwa gewerblich o. ä. genutzt. Möglich sind allerdings dennoch Mischnutzungen, beispielsweise mit Büros oder Praxen in den Obergeschossen und/oder Läden im Erdgeschoss.

  • Amtlicher Lageplan

    Der amtliche Lageplan kennzeichnet beispielsweise die Lage eines Gebäudes auf einem bestimmten Grundstück. Meist ist der Plan eine maßstabsgetreue Zeichnung und als Auf- oder Draufsicht angelegt. Angefertigt von einem Fachmann für Vermessung wird er vor allem vom Gesetzgeber bei Bauanträgen benötigt.

  • Anfänglicher Effektiver Jahreszins

    Als Anfänglichen Effektiven Jahreszins bezeichnet man die jährlichen Kosten eines aufgenommenen Darlehens. „Anfänglich“ deshalb, weil diese Zinsen sich im Laufe der Kreditlaufzeit ändern können.

  • Ankaufsrecht

    Das Ankaufsrecht ist das Recht, das ein Käufer bei Erfüllung von vereinbarten Bedingungen auf den Kauf eines angebotenen Grundstücks hat. Allerdings ist dieses Recht im BGB nicht gesondert geregelt, was auf die Rechtsprechung und die Fachliteratur jedoch keinen Einfluss hat. Das Ankaufsrecht unterscheidet sich vom Vorkaufsrecht, weil bei Letzterem die Ausübung von einer dritten Partei abhängt.

  • Annuität

    Aus Zinsen und Tilgung setzt sich ein Betrag zusammen, der regelmäßig und jährlich als Zahlung fällig wird. Das nennt man Annuität. Im Laufe eines Annuitätsdarlehens – auch „anfängliche Tilgung“ genannt – verändert sich bei fortschreitender Tilgung das Verhältnis von Zins- und Tilgungsanteil des noch ausstehenden Darlehens.

  • Anschaffungskosten

    Anschaffungskosten sind die Kosten, die anfallen, um eine Immobilie entweder zu kaufen oder sie nutzungsfertig zu machen. Zu den Anschaffungskosten gehören daher neben dem eigentlichen Kaufpreis auch die evtl. anstehende Maklerprovision, die Grunderwerbssteuer sowie Erschließungs-, Notar- und Grundbuchkosten.

  • Auflassung

    Die Auflassung ist die dringend notwendige Einigung bei der Übereignung eines Grundstücks. Die beteiligten Parteien (Veräußerer und Erwerber) müssen dabei entweder selbst zugegen sein oder sich durch einen Bevollmächtigten vertreten lassen.

  • Aufteilungsplan

    Im Aufteilungsplan, einer mit Unterschrift beurkundeten Bauzeichnung, wird die Aufteilung eines Gebäudes, dessen Lage und Größe beschrieben.

  • Außenanlagen

    Zu den Außenanlagen zählen die Versorgungs- und Entwässerungsanlagen bis zum öffentlichen Hausanschlussnetz. Abgesehen davon gehören auch Wege, Höfe, Teppichklopfstangen, Einfriedungen, nicht öffentliche Spielplätze und Freitreppen dazu.

  • Avalgebühr (Bürgschaftsgebühr)

    Mit der Aval- oder auch Bürgschaftsgebühr berechnet man beim verbürgten Kredit das zusätzliche Risiko.

  • Balkon

    Ein Balkon ist eine aus dem Baukörper hinausragende Plattform – meist aus Beton, Holz oder Metall, die an einem Gebäude befestigt ist und über der Erdbodenhöhe liegt. Er wird von einem Geländer oder von einer Brüstung umgeben.

  • barrierefrei

    Wenn eine Immobilie behindertengerecht oder barrierefrei ist, dann ist sie so gestaltet, dass zum Beispiel Menschen mit einem Rollstuhl oder einer anderen möglicherweise vorhandenen Behinderung sich ohne Probleme bewegen können. Türen und Durchgänge sind verbreitert und meist gibt es keine Treppen (bzw. zu deren Überwindung eingebaute Aufzüge, Rampen etc.).

  • Bauabnahme

    Die Bauordnung bezeichnet mit der Bauabnahme die Übergabe eines Gebäudes in die Nutzungsphase nach vorausgegangener Ausführung. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen zivilrechtlicher Bauabnahme – ein fertiges bzw. mangelfreies Gebäude wird von der ausführenden Firma an den Bauherren übergeben – und der öffentlichen Bauabnahme.

  • Bauantrag

    Ist ein Bauvorhaben geplant, muss zunächst vom Bauherren ein Bauantrag auf Genehmigung desselbigen gestellt werden. In der Bundesrepublik ist für die Anfertigung eines Bauantrages ein bauvorlagenberechtigter Entwurfsverfasser von Nöten, der die Verantwortung für alle Berechnungen und Bauvorlagepläne trägt. Unterschrieben wird der Bauantrag vom Entwurfsverfasser selbst und vom Bauherrn.

  • Baubeschreibung

    In der Baubeschreibung wird das zu bauende Gebäude detailliert beschrieben. Neben den verwendeten Materialien muss auch die Art der Ausführung gelistet werden. Bei privaten Immobilienfinanzierungen ist die Baubeschreibung auch den Unterlagen beizufügen, die der Bank des Bauherrn oder Immobilienkäufers zur Kreditbewilligung vorgelegt werden. Abgesehen davon benötigt man die Baubeschreibung zwingend, wenn der Bau mit Grundstückserwerb oder dem Kauf von Bauträgern einhergeht.

  • Bauerwartungsland

    Im Flächennutzungsplan wird mit dem Bauerwartungsland Gelände ausgewiesen, das künftig als Wohngebiet zur Verfügung steht, aber im Bebauungsplan noch nicht als solches verbindlich festgesetzt und somit nicht bebaubar ist. Ein als Bauerwartungsland bezeichnetes Grundstück lässt sich besser und teurer verkaufen als andere.

  • Baufinanzierung

    Die meisten Menschen nehmen zur Baufinanzierung, sprich der Finanzierung des Baus einer Immobilie, ein Darlehen bei einem Kreditgeber auf. Die Baufinanzierung setzt sich zusammen aus Eigenkapital und aufgenommenem Kredit.

  • Baugebiet

    Das Baugebiet ist eine im Flächennutzungsplan als Bauplatz gekennzeichnete Fläche, die Wohn-, Dorf-, Kleinsiedlungs-, Misch- und Industriegebiete voneinander abgrenzt.

  • Baugenehmigung

    Für die Durchführung einer Baumaßnahme ist eine Baugenehmigung notwendig. Diese wird von der örtlichen Baubehörde ausgestellt. Die gebührenpflichtige Baugenehmigung muss am Bauplatz selbst öffentlich bekannt gemacht werden und gilt zudem nur befristet.

  • Bauherrenhaftpflicht

    Jeder Bauherr muss für Unfälle, die auf seiner Baustelle geschehen und Schäden an Dritten anrichten, haften. Das kann beispielsweise für Unfälle gelten, die durch herabfallendes Material geschehen, oder für Unfälle, die vorüber gehende Passanten schädigen.

  • Bauherrenhaftpflichtversicherung

    Für Bauherren gibt es während der Bauzeit spezielle Bauherrenhaftpflichtversicherungen, die Unfälle auf der Baustelle, für die der Bauherr haftet, absichern.

  • Baukindergeld

    Neben der Eigenheimzulage war das Baukindergeld eine staatliche Fördermaßnahme, die 800,- Euro umfasste und acht Jahre lang Geltung hatte. Allerdings wurde sie im Jahr 2006 abgeschafft.

  • Baukostenindex

    Der Baukostenindex gibt an, wie sich Preise voraussichtlich künftig verändern werden. Behilflich sind dabei die Daten vergangener Jahre. Er wird vierteljährlich vom Statistischen Bundesamt ermittelt. Der Baukostenindex ist zum Beispiel wichtig, wenn Bauherren die auf sie zukommenden Kosten kalkulieren wollen.

  • Bauleistungsversicherung

    Die Bauleistungsversicherung schützt Bauherren und Bauunternehmer vor unvorhersehbaren und während der Bauzeit auftretenden Schäden. Dazu gehören unter anderem Schäden durch höhere Gewalt wie Sturm, Hagel und Hochwasser. Aber auch Vandalismus, Material- und Konstruktionsfehler sowie Fahrlässigkeit sind damit abgesichert.

  • Baulinie

    Auf den im Bebauungsplan rot gekennzeichneten Baulinien muss das Gebäude gebaut werden. Alle Baulinien zusammen ergeben das Baufenster, dessen Gesamtausmaße das Gebäude nicht überschreiten darf.

  • Baumassenzahl (BMZ)

    In Industriegebieten gibt die Baumassenzahl (BMZ) an, wie viel Kubikmeter Baumasse für jeden Quadratmeter zugelassen sind. Ein Beispiel: Nimmt man ein Grundstück von 1.300 m² und eine BMZ von 3,1 ergibt sich folgende Gleichung: 1.300 x 3,1 = 4.030
4.030 ist die Kubikmeterangabe für die zugelassene Baumasse. In Wohngebieten hingegen wird die Richtzahl in Geschosshöhen angegeben.

  • Baunebenkosten

    Kosten, die neben den eigentlichen Baukosten entstehen, nennt man Baunebenkosten. Diese können beispielsweise Gebühren für Behörden und Ämter sowie die Kosten für den Architekten sein. Insgesamt belaufen sich die Baunebenkosten in der Regel auf 15 bis 20 % der gesamten Baukosten.

  • Baunutzungsverordnung (BauNVO)

    In der Baunutzungsverordnung (BauNVO) ist die bauliche Nutzung von Grundstücken festgelegt.

  • Bauspardarlehen

    Das Bauspardarlehen ist ein zinsgünstiges Darlehen und ist an den Bausparvertrag geknüpft. Es ist der Baufinanzierungskredit einer Bausparkasse. Es ist in den meisten Fällen an eine wohnwirtschaftliche Nutzung gebunden und ist das Ergebnis der Differenz zwischen angespartem Betrag X und Bausparsumme Y.

  • Bausparen

    Beim Bausparen schließt man einen Bausparvertrag ab, um so beispielsweise die Finanzierung einer Immobilie zu ermöglichen.

  • Bausparförderung

    Unter Bausparförderung verstand man Arbeitnehmerzulagen und Wohnungsbauprämien wie etwa die einmalige Eigenheimzulage. Allerdings wurden diese Maßnahmen 2006 abgeschafft.

  • Bausparsumme

    Der Betrag, über den ein Bausparvertrag abgeschlossen wird, nennt man Bausparsumme. Sie setzt sich zusammen aus angespartem Guthaben und benötigtem Bauspardarlehen. Sobald der Bausparvertrag zuteilungsreif ist, zahlt die Bausparkasse die Bausparsumme aus. Ihre Höhe ist abhängig von dem Mindestsparguthaben, der Abschlussgebühr und der monatlichen Tilgung.

  • Bausparvertrag

    Man schließt einen Bausparvertrag ab, um ein Eigenheim zu finanzieren. Der Bausparvertrag beinhaltet die Bausparsumme. Für die Zuteilung müssen das Mindestsparguthaben erreicht und die 18-monatige Mindestfrist verstrichen sein. Erst dann kann die vertraglich vereinbarte Summe ausbezahlt werden.

  • Bauträger

    Bauträger sind Unternehmen, die auf eigene Kosten Grundstücke erstehen, diese bebauen und schließlich fertige Immobilien zum Kauf anbieten. Bauträger sind ihr eigener Bauherr, benötigen jedoch wie auch Immobilienmakler eine Genehmigung.

  • Bauzwischenkredit

    Der Bauzwischenkredit ist meist ein von einer Bausparkasse gestellter Kredit für die Immobilienfinanzierung. Er wird in der Regel abgelöst, wenn die endgültige Finanzierung gewährt wird.

  • Bebauungsplan

    Aus dem Flächennutzungsplan entwickelt sich der Bebauungsplan. Er enthält als verbindlicher Bauleitplan die rechtlich bindende Festlegung für die städtebauliche Ordnung. In sehr kleinen Gemeinden gilt er für das gesamte Gemeindegebiet, in größeren Gemeinden lediglich für abgeteilte Teilgebiete.

  • behindertengerecht

    Wenn eine Immobilie behindertengerecht oder barrierefrei ist, dann ist sie so gestaltet, dass zum Beispiel Menschen mit einem Rollstuhl oder einer anderen Behinderung sich ohne Probleme bewegen können. Türen und Durchgänge sind verbreitert und meist gibt es keine Treppen (bzw. zu deren Überwindung eingebaute Aufzüge, Rampen etc.).

  • Beleihungsgrenze

    Ausgangswert für die Beleihungsgrenze ist der Beleihungswert. Gemäß Hypothekenbankengesetz darf die Beleihung 60 % des Grundstückswertes nicht übersteigen.

  • Beleihungsobjekt

    Beleihungsobjekt nennt man eine Immobilie oder ein Grundstück, wenn sie/es als Sicherheit für eine Immobilienfinanzierung dient.

  • Beleihungswert

    Der Beleihungswert einer Immobilie entspricht deren Verkehrswert minus einem Sicherheitsabschlag von rund 20 %.

  • Bemessungsgrundlage

    Der Begriff Bemessungsgrundlage kommt aus dem Steuerrecht. Sie ist der Richtwert für steuerliche Berechnungen. Die Bemessungsgrundlage für Erbschafts- oder Schenkungssteuer stellt beispielsweise der Grundbesitzwert einer Immobilie.

  • Bereitstellungszinsen

    Bereitstellungszinsen werden vom Darlehensgeber dem Kreditnehmer gegenüber erhoben, wenn zwischen Auszahlungsreife und Abruf des Darlehens eine große Zeitspanne liegt.

  • Betriebskosten

    Betriebskosten – auch Bewirtschaftungskosten genannt – entstehen im laufenden Betrieb einer Immobilie. Dazu gehören Heiz- und Stromkosten, Haftpflicht- und andere Versicherungsbeiträge, Reparaturen, Instandhaltungskosten sowie die Grundsteuern.

  • Beurkundung

    Der Grundstückskaufvertrag wird durch die Beurkundung notariell beglaubigt. Ohne diese Formalie ist der Vertrag nichtig.

  • Blockheizkraftwerk

    Ein Blockheizkraftwerk (BHKW) ist eine modular aufgebaute Anlage, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung, zur Gewinnung elektrischer Energie und Wärme, vorzugsweise am Ort des Wärmeverbrauchs, betrieben wird.

    Als Antrieb für den Stromerzeuger werden vorzugsweise Verbrennungsmotoren wie Diesel-, Pflanzenöl- oder Gasmotoren verwendet.

  • Bodenrichtwert

    Der Grundstückswert, der jedes Jahr von einem Gutachter ermittelt wird, ist der Bodenrichtwert. Er ist für jedermann frei einsehbar und hilft bei der Bewertung einer Immobilie.

  • Bodenwert

    Der Bodenwert entspricht dem Wert eines Grundstücks. Er setzt sich zusammen aus der rentablen Grundstücksgröße und dem aktuellen Quadratmeterpreis.

  • Bonitätsprüfung

    Vor der Vergabe eines Kredites prüft der Kreditgeber mit der Bonitätsprüfung die Zahlungsfähigkeit (für die Rückzahlung der Schulden) seines potentiellen Darlehensnehmers.

  • Dachdämmung

    Ein Dach kann man unterschiedlich dämmen. Bei der außen angebrachten Aufsparrendämmung ist eine durchgehende Dämmung garantiert, da sie nicht von den Sparren unterbrochen wird. Das Dachgebälk bleibt so aber im Innenraum sichtbar. Bei der Untersparrendämmung ist dies nicht der Fall. Sie ist luftdicht und verkleidet die gesamte Dachkonstruktion.

  • Dachstuhl

    Der Dachstuhl ist das tragende Element des Daches und meist aus Holz.

  • Darlehensgebühren

    Um die Dienstleistungsbereitschaft einer Bank zu sichern, müssen bei einem Bausparkredit unter Umständen Darlehensgebühren bezahlt werden.

  • Dienstbarkeit

    Die Dienstbarkeit bezeichnet Rechte von Dritten, die auf Kosten des Grundstückseigentümers gehen. Daher müssen sie auch im Grundbuch eingetragen werden, um Gültigkeit zu erlangen.

  • Disagio

    Unter Disagio versteht man die Differenz zwischen Nominalbetrag und tatsächlichem Auszahlungsbetrag bei einem Kredit, womit sich der Nominalzins verringert.

  • Effektivzins

    Der Effektivzins oder auch effektive Jahreszins gibt die für ein Jahr anfallenden Zinsen eines Kredites an.

  • Eigenbedarf

    Eigenbedarf liefert einen Grund, das Mietverhältnis mit einem Mieter zu beenden bzw. den Mietvertrag zu kündigen. Allerdings muss die Kündigung ordentlich begründet werden, was bedeutet, dass der Vermieter die Gründe für den Eigenbedarf angeben und die Person, die die Wohnung/Immobilie bezieht, nennen muss.

  • Eigenkapital

    Unter Eigenkapital fasst man die finanziellen Mittel zusammen, die ein Immobilien- oder Grundstückskäufer aus eigenen Reserven (ohne Aufnahme eines Kredites) bereitstellen kann.

  • Eigenleistung

    Alle Leistungen, die der Bauherr im Rahmen seines Bauvorhabens selbst erbringen kann, nennt man Eigenleistungen.

  • Eigentümergemeinschaft

    Die Wohnungseigentümer einer Wohnanlage nennt man in ihrer Gesamtheit Eigentümergemeinschaft. Sie ist gesetzlich bestimmt und damit nicht ablösbar. Alle die Wohnanlage betreffenden Entscheidungen müssen von der Eigentümergemeinschaft zusammen getroffen werden, um dann durch einen Verwalter vertreten zu werden.

  • Eigentum

    Eigentum beschreibt die rechtliche Zuordnung einer beweglichen oder unbeweglichen Sache. Der Begriff ist allerdings nicht gleichzusetzen mit der Bezeichnung Besitzer. Eine Sache kann durchaus Eigentum einer Person und im Besitz eines Anderen sein. Hinsichtlich der Immobilie gilt als Eigentümer der, der im Grundbuch als solcher eingetragen ist.

  • Einfamilienhaus

    Ein Einfamilienhaus ist ein Gebäude, in dem nur Wohnraum für eine Familie vorhanden ist. Das Bauwerk kann dabei dennoch mehrstöckig und beliebig groß sein. Auch kann ein Einfamilienhaus als freistehendes Haus, als Doppel- oder als Reihenhaus konzipiert werden.

  • Einkommensgrenzen

    Möchte man zur Finanzierung seiner Immobilie auf staatliche Fördermaßnahmen zurückgreifen bzw. diese beantragen, sollte man sich mit den dafür geltenden Einkommensgrenzen vertraut machen. Die Wohnungsbauprämie, die beispielsweise bis 2006 ausbezahlt wurde, war an eine Einkommensgrenze von maximal 25.600 Euro (bei Ehepaaren 51.200 Euro) gebunden. Wer mehr verdient hat, hatte keinen Anspruch auf die Fördermaßnahme.

  • Energiepass / Energieausweis

    Der Energiepass oder auch Energieausweis genannt gibt die Energieeffizienz einer Immobilie an. Energieausweise/Energiepässe sind auszustellen, wenn Häuser oder Wohnungen neu gebaut, verkauft, verpachtet, vermietet oder geleast werden.

  • Energiesparhaus

    Energiesparhaus darf sich ein Haus dann nennen, wenn es im Vergleich zum Durchschnittsgebäude einen bedeutend geringeren Energieaufwand für Warmwasser und Heizung hat. In der jeweils aktuellsten EnEV (Energieeinsparverordnung) wird festgelegt, was hierfür bei Neubauten als Standard gilt.

  • Erbbaurecht / Erbpacht

    Mit dem Erbbaurecht oder der Erbpacht bezeichnet man das Recht des Erbbauberechtigten, nach Entrichtung einer regelmäßigen Zahlung (dem Erbbauzins) auf einem fremden Grundstück ein Bauvorhaben zu errichten oder eine Immobilie zu unterhalten.

  • Erbbauzins

    Der Erbbauzins ist der regelmäßig zu entrichtende Betrag X, der dem Erbbauberechtigten das Recht gibt, auf einem fremden Grundstück ein Bauvorhaben zu errichten oder eine Immobilie zu unterhalten.

  • Erschließung

    Alle baulichen Maßnahmen, die der Herstellung von Verkehrswegen und -anbindungen sowie dem An- und Verlegen von Versorgungs- und Abwasserleitungen und eventueller Beleuchtungsanlagen dienen, werden unter dem Begriff Erschließung zusammengefasst.

  • Ertragswert

    Der Ertragswert ist die Differenz aus Bruttoertrag und Bewirtschaftungskosten einer Immobilie und muss errechnet werden, um den tatsächlichen Immobilienwert zu bestimmen.<

  • Festzins

    Als Festzins oder Festzinsen bezeichnet man die Zinsen, die für ein Darlehen bezahlt werden müssen und dazu vorher vertraglich festgelegt wurden.

  • Festzinsdarlehen

    Ein Festzinsdarlehen ist ein Kredit, für den über einen bestimmten Zeitraum, der vertraglich vereinbart wurde, ein fester Zinssatz gilt, ohne dass Marktzinsveränderungen darauf Einfluss nehmen können. Nach Ablauf der Zinsbindungsfrist muss zwischen Kreditgeber und -nehmer eine neue Regelung getroffen werden.

  • Finanzierung

    Um zu ermitteln, wie viel Geld für die Kreditvergabe überhaupt benötigt wird, verlangen viele Kreditgeber (meist Banken) einen Finanzierungsplan. Er beantwortet auch die Frage, in wie weit sich die Darlehensvergabe für den Kreditgeber lohnt. Außerdem hilft der Finanzierungsplan auch dabei, das persönliche Rating des Kreditnehmers zu ermitteln.

  • Flächennutzungsplan

    Im Flächennutzungsplan werden die künftige Bodennutzung und die städtebauliche Entwicklung eines Gemeindegebietes aufgezeigt.

  • Flurkarte

    In der Flurkarte – einer Art Landkarte – sind alle Flurstücke einer Gemarkung eingezeichnet.

  • Flurnummer

    In einer Flurkarte stellt jedes einzelne Grundstück ein Flurstück dar und verfügt über eine einzigartige und individuelle Nummer zur unmissverständlichen Identifikation – die Flurnummer. Auch im Grundbuch wird das Grundstück unter dieser Nummer geführt.

  • Fremdkapital

    Unter Fremdkapital versteht man im Gegensatz zum Eigenkapital jedes Finanzierungsmittel, das nicht aus den eigenen Ressourcen des Käufers stammt. Dazu gehören Darlehen von Bausparkassen, Banken, privaten Gläubigern und Versicherungen, die so die Finanzierung der Immobilie sicher stellen.

  • Gaube

    Eine Gaube ist ein Dachaufbau in der Dachschräge eines Hauses und dient der Belichtung und Belüftung der Räumlichkeiten direkt unter dem Dach. Zudem vergrößert eine Gaube den Nutzraum im Dachgeschoss.

  • Gemeinschaftseigentum

    Als Gemeinschaftseigentum bezeichnet man alle Flächen und Räume in einem Wohnkomplex, die von allen Bewohnern/Eignern gleichermaßen genutzt werden können. Dazu zählen Wäsche- und Heizungsräume sowie Treppenhäuser. Das Recht auf Nutzung erhält der Käufer mit dem Kauf der Immobilie bzw. bei der Anmietung.

  • Geschlossener Immobilienfond

    Ein geschlossener Immobilienfond ist ein Fond, der nach dem Erreichen der vorab bestimmten Anlagesumme keinen weiteren Anleger aufnimmt. Das von den Anlegern eingebrachte Geld wird in der Regel in Immobilien aller Art investiert. Jeder Besitzer eines Fondanteils ist Gesellschafter der Fondgesellschaft. Als solcher ist er unmittelbar an Verlust und Gewinn der Fondgesellschaft beteiligt.

  • Geschossflächenzahl (GFZ)

    Mit Hilfe der Geschossflächenzahl (GFZ) errechnet man die maximale Quadratmeterzahl pro Geschoss je Quadratmeter Grundstücksfläche. Die Formel dafür lautet Grundstücksfläche x GFZ = Geschossfläche.

  • Grundbuch

    Im Grundbuch werden schriftlich oder elektronisch die Eigentumsverhältnisse hinsichtlich eines Grundstücks/einer Immobilie festgehalten. Das gilt auch für eventuelle Belastungen oder Altlasten. Im Hauptbuch sind die aktuellen Eintragungen enthalten, in einem weiteren Verzeichnis finden sich die gelöschten Einträge.

  • Grundbuchamt

    Ein Grundbuch wird jeweils von einer öffentlichen Stelle geführt, die dann die umgangssprachliche Bezeichnung Grundbuchamt trägt. Offiziell führt diese Stelle den Namen des Amtsgerichtes, dem sie angehört.

  • Grundbuchauszug

    Der Grundbuchauszug ist eine Kopie/Abschrift des jeweiligen Grundbucheintrages und wird beispielsweise benötigt, um Grundstück und/oder Immobilie zu kaufen oder zu beleihen. Beantragen kann man den Grundbuchauszug auf dem zuständigen Grundbuchamt.

  • Grundbuchblatt

    Ein Grundbuchblatt ist ein Verzeichnis, das für jedes einzelne Grundstück im Grundbuch angelegt ist und in drei Kategorien unterteilt wird: 1. Eigentümer, 2. Beschränkungen, Lasten/Schulden und 3. Hypotheken.

  • Grunddienstbarkeiten

    Der Begriff Grunddienstbarkeiten fällt unter die Kategorie 2 auf dem Grundbuchblatt: Beschränkungen, Lasten/Schulden. Zu den Grunddienstbarkeiten gehören zum Beispiel das Wege-, Geh-, Leitungs- und Fahrtrecht. Man regelt so die Rechtsbeziehung beispielsweise zwischen Nachbarn, um die (Be-)Nutzung des Nachbargrundstücks zu regeln.

  • Grunderwerbsteuer

    Kauft man ein unbebautes oder bebautes Grundstück, fällt ab einem Preis von 2.500 Euro die sogenannte Grunderwerbsteuer an. Sie beläuft sich auf derzeit 3,5 % des Kaufpreises und muss nur einmal entrichtet werden. Die Grunderwerbsteuer ist auch bei Erbschaft, Zwangsversteigerung oder Tausch fällig.

  • Grundflächenzahl (GRZ)

    Mit der Grundflächenzahl, kurz GRZ, ist die maximale Grundfläche eines Hauses in Quadratmetern im Verhältnis zur Grundstücksfläche angegeben. Die GRZ ist im Bebauungsplan genannt.

  • Grundpfandrechte

    Die Grundpfandrechte sind die Belastungen von Grundstücken durch Schulden oder Hypotheken. Sie dienen als Sicherheit bei Krediten und sind nur mit einem Eintrag im Grundbuch rechtens.

  • Grundschuld

    Im deutschen Sachrecht ist die Grundschuld das dingliche Recht, aus einem Grundstück oder einem vergleichbaren Wert (beispielsweise Wohnungseigentum) die Auszahlung eines Geldbetrages X zu verlangen. Die Grundschuld dient oft als Sicherheit bei Krediten.

  • Grundschuldbestellung

    Die notarielle Urkunde, mit der der Eigentümer sein Einverständnis gibt, sein Grundstück mit einer Grundschuld in der Höhe des Betrages X zu belasten, nennt man Grundschuldbestellung. Sie wird im Grundbuch eingetragen. Im Vergleich zur Hypothek gibt die Grundschuld allerdings keine Auskunft über das so gesicherte Darlehen.

  • Grundsteuer

    Die Grundsteuer gehört zu den Gemeindesteuern, weil die Gemeinde diese in ihrer Höhe schwankende Steuer einmal pro Quartal auf den Grundbesitz erheben kann.

  • Hausanschlusskosten

    Unter Hausanschlusskosten fasst man alle Kosten zusammen, die anfallen, um ein Haus an das Wasser-, Strom-, und Gasnetz anzuschließen.

  • Hausordnung

    Wohnen/leben/arbeiten in einem Gebäude mehrere Parteien, regelt eine Hausordnung im Normallfall das friedliche Zusammenleben aller Beteiligten. Sie beinhaltet Vorschriften und Rechte, die im Gebäude gelten, und ist dabei natürlich an das allgemein gültige Gesetz gebunden. Der Verstoß gegen die Hausordnung kann nach der Verwarnung im Extremfall zur Kündigung oder zum Hausverbot führen.

  • Hausverwaltung

    Bei der Hausverwaltung  oder Immobilienverwaltung (Synonyme sind auch Mietverwaltung oder Wohnungsverwaltung) kümmert sich im Auftrag einer Firma oder auf selbstständiger Basis ein Verwalter um die vermieteten Wohnhäuser (meist Mehrparteienhäuser), Eigentumswohnungen, Wohnanlagen und Gewerbeobjekte.

  • Herstellungskosten

    Als Herstellungskosten bezeichnet man die Kosten, die beim Bau oder Erwerb einer Immobilie entstehen. Sie beinhalten Grundstücks-, Bau- und Baunebenkosten sowie die gängigen Notar-, Makler- und Gerichtsgebühren.

  • Hinterlüftung

    Die Hinterlüftung ist ein belüfteter Hohlraum, der zwischen der wärmeisolierten Wandkonstruktion und der Verkleidung liegt. Mit seiner Hilfe soll die Bildung von Schwitzwasser vermieden werden.

  • Hypothek

    Die Hypothek ist die finanzielle Belastung eines Grundstücks, um beispielsweise die Forderungen einer dritten Person zu begleichen. Die Hypothek wird zu den Grundpfandrechten gezählt und dient bei der Kreditvergabe im Bankenwesen oft als Sicherheit.

  • Hypothekendarlehen

    Ein Hypothekendarlehen ist ein Kredit, bei dem sich der Kreditgeber mit der Hypothek auf ein Grundstück absichert. Da die Hypothek ein geringes Risiko für den Kreditgeber birgt, fallen die Darlehenszinsen im Vergleich zu anderen Kreditformen entsprechend niedrig aus. Als Sicherheit dient die Grundschuld, die im Grundbuch vermerkt wird.

  • Immobilienfinanzierung

    Mit der Immobilienfinanzierung stellt man die Finanzierung für den Kauf oder Bau einer Immobilie sicher.

  • Immobilienkauf

    Wer eine Immobilie kauft, macht selbstverständlich Abstriche bei der freien Gestaltung der Räume. Der Vorteil ist aber, dass man den Stress eines Neubaus umgeht und bei einem günstigen Angebot ein Schnäppchen machen kann. Jedoch sollte man beim Kauf einer Bestandsimmobilie vorab von einem Gutachter oder Sachverständigen das Gebäude begutachten lassen, um eventuelle Mängel aufzudecken.

  • Immobilienverwaltung

    Bei der Immobilienverwaltung oder Hausverwaltung (Synonyme sind auch Mietverwaltung oder Wohnungsverwaltung) kümmert sich im Auftrag einer Firma oder auf selbstständiger Basis ein Verwalter um die vermieteten Wohnhäuser (meist Mehrparteienhäuser), Eigentumswohnungen, Wohnanlagen und Gewerbeobjekte.

  • Instandhaltungsrücklage

    Unter Instandhaltungsrücklage versteht man eine finanzielle Rücklage für Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen an der Immobilie.

  • Jahresabrechnung

    Ein Hausverwalter stellt in der Jahresabrechnung gegenüber der Wohnungseigentümerschaft die Einnahmen und Ausgaben auf. Neben der Gesamtabrechnung muss die Jahresabrechnung auch alle Einzelposten enthalten. Zu diesen Einzelposten gehören die Müllbeseitigung, eventuelle Schneeräumdienste von externer Seite sowie teilweise die Strom- und Wasserkosten.

  • K-Wert

    Der K-Wert bezeichnet den Wärmedurchgangskoeffzienten in der Bauphysik (auch U-Wert oder Wärmedämmwert genannt). Er gibt die Energiemenge pro Zeiteinheit an, die durch eine 1 m² große Fläche fließt, wenn die auf beiden Seiten anliegenden Lufttemperaturen stationär um 1 Kelvin differieren. Die Maßeinheit beträgt daher W/(m² x K) (heißt: Watt pro Quadratmeter in Kelvin).

  • Kapitalanlageimmobilie

    Kauft man eine Immobilie nicht zum Eigenbedarf, sondern zu Investment- und Anlagezwecken, so nennt man diese Immobilie auch Kapitalanlageimmobilie.

  • Katasteramt

    Im Katasteramt werden die Kataster geführt oder anders gesagt, die örtlichen Grundstücke sind hier gelistet. Vor dem Kauf eines Grundstückes kann man im Katasteramt die Flurkarte einsehen, auf der Lage, Flurnummer und Nutzungsart des Grundstücks vermerkt sind.

  • Lageplan

    Im Lageplan wird ein Objekt im Kontext zu seiner Umgebung dargestellt. Für einen Bauantrag ist ein Lageplan notwendig, da er auch die Grundstücksgrenzen und die Abgrenzungen der geplanten Gebäude aufzeigt.

  • Lastenfreistellung

    Die Lastenfreistellung bedeutet für den Käufer eines Grundstücks/einer Immobilie, dass er von den im Grundbuch eingetragenen Altlasten – meist handelt es sich um Grundpfandrechte – befreit wird, indem der Verkäufer im notariellen Kaufvertrag die Verpflichtung übernimmt, das Grundstück/die Immobilie von den Lasten frei zu stellen.

  • Lebenshaltungskostenindex

    Die Preise für die zur Lebenshaltung wichtigen Dienstleistungen und Güter zeigen die Veränderung des Geldwertes. Diese Veränderung misst man mit dem sogenannten Lebenshaltungskostenindex. Als Ausgangspunkt dient der Warenkorb, in dem eine große Menge von Dienstleistungen und Gütern des Durchschnittsverbrauchs enthalten sind.

  • Löschungsbewilligung

    Mit der Löschungsbewilligung wird seitens des Gläubigers die Löschung des Grundpfandrechts im Grundbuch bewilligt, sobald ein Kredit zurückgezahlt wurde. Sie ist eine zwingende Voraussetzung, um das Grundpfandrecht im Grundbuch zu löschen, und muss beurkundet werden.

  • Löschungsvormerkung

    Mit der im Grundbuch eingetragenen Löschungsvormerkung werden die Ansprüche eines Gläubigers eines Grundpfandrechts gesichert, die dieser gegenüber dem Grundstückseigentümer hat.

  • Loggia

    Eine Loggia ist ein entweder ins Haus integrierter oder überdachter Balkon.

  • Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV)

    In der Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) werden die verbindlichen Pflichten von Bauträgern, Maklern und Darlehensgebern im Rahmen der Ausübung ihrer Arbeit genannt.

  • Maklerprovision

    Die Maklerprovision oder Maklercourtage ist die Gebühr, die ein Makler nach Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrages bzw. nach dessen Vermittlung erhält.

  • Mieterhöhung

    Während eines Mietverhältnisses kann der Vermieter die Miete erhöhen, um diese damit der allgemeinen Preissteigerung anzupassen. Die Vertragsparteien können eine Mieterhöhung dazu im laufenden Mietverhältnis vereinbaren. Gelingt dies nicht, ist eine Kündigung, um die Miete zu erhöhen, aber nicht möglich. Die Mieterhöhung kann zudem vom Vermieter nur im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen verlangt werden. Außerdem muss der Mieter dem Mieterhöhungs-Wunsch des Vermieters zustimmen. Verweigert er die Zustimmung, kann der Vermieter sie einklagen. Bei einem solchen Mieterhöhungsverlangen steht dem Mieter dann ein Sonderkündigungsrecht zu.

  • Mietkaution

    Die Mietkaution umfasst meistens drei Monatsmieten und ist als Sicherheit vom Mieter an den Vermieter zu entrichten. Verlässt der Mieter nach Ablauf des Mietvertrages die Wohnung in nicht ordnungsgemäßem Zustand (nicht ausgebesserte Beschädigungen, Mietrückstand etc.), kann der Vermieter diese Kaution als Ausgleich vollständig oder teilweise einbehalten. Ist nichts zu beanstanden, erhält der Mieter nach Beendigung des Mietverhältnisses die volle Summe zurück.

  • Mietnebenkosten

    Mietnebenkosten sind all jene Kosten, die man neben der eigentlichen Mietsumme zu zahlen hat. Dies sind zum Beispiel (anteilige) Kosten für Müll, Entwässerung, Gas und Wasser.

  • Mietvertrag

    Im Mietvertrag, einer vertraglichen Vereinbarung zwischen Mieter und Vermieter, werden die Konditionen fixiert, zu denen eine Wohnung/Immobilie vermietet wird. Enthalten sind Höhe der Miete sowie Rechte und Pflichten des Mieters und Vermieters.

  • Miteigentumsanteil

    Mit dem Miteigentumsanteil ist der irreale Anteil gemeint, den jemand an einer Immobilie hat. Dieser Anteil ist beispielsweise durch Verkauf übertragbar.

  • Nießbrauchrecht

    Mit dem Nießbrauchrecht hat man das Recht auf die uneingeschränkte Nutzung einer Immobilie, die man entweder selbst bewohnen oder bei Anspruch auf die Mieteinnahmen vermieten kann. Wer das Nießbrauchrecht hat, trägt aber auch alle anfallenden Kosten rund um die Immobilie wie beispielsweise Kosten für größere Renovierungen, Dachsanierung und Heizungsanlage.

  • Nominalzins

    Der Nominalzins ist der Zinsbetrag, mit dem ein Kredit verzinst ist, sprich die Summe, die als Preis für ein Darlehen real gezahlt werden muss. Er wird in der Regel in Prozent angegeben.

  • Notar

    Der Notar beurkundet Verträge wie beispielsweise den Kauf einer Immobilie. Er unterliegt der Verschwiegenheit und muss unparteiisch sein. Ein Notar verfügt außerdem über das rechtliche Wissen, um beide Parteien über die Konsequenzen des Kaufvertrages aufzuklären und kann bei Bedarf juristische Klauseln im Vertrag für Laien „übersetzen“.

  • Notaranderkonto

    Das Notaranderkonto wird vom Notar angelegt. Darauf eingezahlt wird der Kaufpreis einer Immobilie nach Abschluss des Vertrages. Dieses Konto dient zu einer übersichtlicheren Abwicklung und verhindert die Verwechslung mit anderen Beträgen.

  • Optionstarif (Bausparvertrag)

    Ein Bausparvertrag mit Optionstarif ist eine Bauspartarifvariante für Bausparer, die nicht wissen, ob und wann sie bauen möchten. Bei diesem Tarif kann der Sparer auch nach Abschluss noch entscheiden zwischen preisgünstigem Bauspardarlehen oder höherem Sparzins.

  • Passivhaus

    Das Passivhaus ist ein Haus, in dem ohne Heiz- oder Klimatisierungssystem das ganze Jahr über eine annähernd gleiche und angenehme Raumtemperatur herrscht. Der Heizwärmebedarf liegt dabei unter 15 kWh/(m²a) und der Primärenergiebedarf unter 120 kWh/(m²a). Im Vergleich zu einem konventionellen Gebäude spart das Passivhaus dank spezieller Lüftungs- und Dämmsysteme mehr als 90 % Heizenergie.

  • Photovoltaikanlage

    Eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) ist eine Solarstromanlage, in der mittels Solarzellen ein Teil der Sonnenstrahlung in elektrische Energie umgewandelt wird.

  • Qualifizierter Bebauungsplan

    Ein Bebauungsplan ist qualifiziert, wenn er mindestens Festsetzungen trifft über
    1) die Art der baulichen Nutzung
    2) das Maß der baulichen Nutzung
    3) die überbaubaren Grundstücksflächen und
    4) die örtlichen Verkehrsflächen.

  • Qualifizierter Mietspiegel

    Unter einem Mietspiegel ist eine Übersicht über die ortsüblichen Vergleichsmieten zu verstehen. Für einen qualifizierten Mietspiegel wird zusätzlich gefordert, dass er nach "anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen" erstellt worden ist.

  • Rangstelle

    Sämtliche im Grundbuch eingetragenen Grundstücksrechte stehen in einem bestimmten Rangverhältnis zueinander. Eventuelle Gläubiger werden beispielsweise bei einer Zwangsversteigerung entsprechend ihrer Rangstelle befriedigt.

  • Sachwert

    Der Sachwert setzt sich aus Bodenwert sowie Bauwert des Gebäudes und der Außenanlagen zusammen und bildet den Wert eines Grundstücks.  Er dient als Grundlage zur Ermittlung des Beleihungswertes einer vom Eigentümer genutzten Immobilie.

  • Sachwertverfahren

    Mit dem Sachwertverfahren wird der Wert einer Immobilie ermittelt. Dazu nimmt man erst die baulichen Anlagen wie beispielsweise Bauweise, Dachform und Ausstattung her, anschließend werden Bruttogeschoss- und Nutzfläche berechnet. Zusätzlich werden die Herstellungskosten und die Bauzeit mit einbezogen. All das zusammen ergibt den Sachwert.

  • Sanierung

    Bei der Sanierung ist man bemüht, die Nutzbarkeit eines Bauwerks wiederherzustellen. Das Bauwerk ist davor meist in einem maroden, nicht oder nur eingeschränkt bewohnbarem Zustand. Bei der Sanierung werden auch Ursachen, die zum Verfall geführt haben, beseitigt.

  • Schufa-Klausel

    Die Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) schützt ihre Vertragspartner vor Kreditausfällen. Ist jemand beispielsweise nicht in der Lage, seine Handyrechnung oder offene Rechnungen bei einem Versandhaus zu zahlen, wird dies bei der Schufa vermerkt. Auch Scheckkartenmissbrauch, Mietprellungen und Ähnliches wird bei der Schufa gelistet. Möchte derjenige nun einen Kredit zum Beispiel zur Finanzierung einer Immobilie, kann der Kreditgeber vom Antragsteller die Erlaubnis verlangen, einen Schufaauszug einzuholen. Je nachdem, wie positiv oder negativ der Eintrag ausfällt, kann die Vergabe des Kredites daran scheitern.

  • Sicherungszweckerklärung

    Als Ergänzung zur Grundschuld umfasst die Sicherungszweckerklärung die Rechte des Gläubigers am Grundstück.

  • Solaranlage

    Eine Solaranlage ist eine technische Anlage und dient zur Umwandlung von Sonnenenergie in eine andere Energieform. Im Hausbau werden hauptsächlich Thermische Solaranlagen und Photovoltaikanlagen eingesetzt.

  • Sondereigentum

    Sondereigentum ist im Gegensatz zum Gemeinschaftseigentum jenes Alleineigentum, das in sich geschlossen ist und somit nicht der Gemeinschaft zur Verfügung steht. Das beinhaltet beispielsweise eine eigene Garage oder einen anderen Bestandteil des Gebäudes, der angebracht, entfernt oder verändert wurde, ohne dabei das Gemeinschaftseigentum zu beeinträchtigen.

  • Sondernutzungsrecht

    Mit dem Sondernutzungsrecht erhält jemand die Erlaubnis auf alleinige Nutzung von speziellen Räumen und Flächen, die für gewöhnlich als Gemeinschaftseigentum gelten. Gemeint ist damit beispielsweise das alleinige Nutzungsrecht der Terrasse einer Wohnung im Erdgeschoss oder eines Stellplatzes.

  • Sondertilgung

    Sondertilgungen sind außerplanmäßige Tilgungen eines Kredites, die die Laufzeit eines Kredites oder dessen monatliche Rückzahlungsrate senken können. Ob und in welchem Umfang eine Sondertilgung möglich ist, wird im Kreditvertrag mit dem Darlehensgeber geregelt.

  • Souterrain

    Das Souterrain- oder auch Tiefparterre-Geschoss ist eine Etage, die unterhalb der Erdoberfläche liegt. Die hier verwendeten Fenster sind in der Regel keine Keller-, sondern normalgroße Hausfenster, weshalb man als Souterrain meist nur bewohnbare Räume bezeichnet.

  • Staffelmiete

    Unter Staffelmiete versteht man eine Miete, deren Ausgangshöhe und Anstieg schon von Anfang an vertraglich vereinbart wurden. Dabei muss der Mietbetrag mindestens ein Jahr und darf maximal vier Jahre gleich bleiben.

  • Teilungserklärung

    In der Teilungserklärung gibt der Grundstückseigentümer dem Grundbuchamt gegenüber an, dass das Grundstückseigentum aufgeteilt wird in Miteigentumsanteile, die mit Sondereigentum an einzelnen Wohnungen einhergehen.

  • Thermische Solaranlage

    Thermische Solaranlagen bestehen aus flachen Sonnenkollektoren und Vakuumröhrenkollektoren. Diese können für die Erwärmung von Trinkwasser (Dusch- und Badewasser) sowie zur Wärmegewinnung für Raumheizung eingesetzt werden.

  • Tilgung

    Die Tilgung ist der Fachbegriff für die monatliche und damit regelmäßige Rückzahlung eines Kredites. Die Tilgung beinhaltet dabei nicht die dazu kommenden und für das Darlehen anfallenden Zinsen. Je höher die Tilgungsrate ist, desto kürzer ist die Kreditlaufzeit.

  • Tilgungsaussetzung

    Die Tilgungsaussetzung bedeutet, dass während der Darlehenslaufzeit nur die anfallenden Zinsen der Darlehenssumme gezahlt werden, nicht jedoch die Tilgungsrate. Ein sogenannter Tilgungsersatz zwischen Kreditgeber und Kreditnehmer wird dann vertraglich vereinbart. Die Tilgungsaussetzung ist bei jeder Art von Darlehen möglich.

  • Umbauter Raum

    Mit dem Begriff umbauter Raum bezeichnet man das Volumen eines Gebäudes. Die Berechnungen dazu müssen den Bauunterlagen beigefügt werden, die der Kreditgeber wiederum benötigt, um den Beleihungswert zu errechnen.

  • Unbedenklichkeitsbescheinigung

    In der Unbedenklichkeitsbescheinigung wird dem Eigentümer garantiert, dass der Käufer einer Immobilie/eines Grundstücks die anfallende Grunderwerbssteuer schon gezahlt hat oder davon befreit wurde. Gegen die Eintragung ins Grundbuch gibt es dann seitens der Steuer keinerlei Bedenken mehr.

  • Unfallversicherung

    Beim Hausbau ist der Bauherr gesetzlich verpflichtet, die bei ihm beschäftigten Bauhelfer bei der Bauberufsgenossenschaft anzugeben. Darüber kann dann auch eine Unfallversicherung abgeschlossen werden, die alle am Bau beteiligten absichert.

  • Vergleichsmiete

    Die Vergleichsmiete steht im Mietspiegel und wird aufgestellt für Wohnraum gleicher Art, Größe, Ausstattung und Lage. In der Vergleichsmiete sind alle Veränderungen der vergangenen vier Jahre enthalten. Ausgenommen davon ist Wohnraum, der gesetzlich an andere Mieten gebunden ist.

  • Vergleichswertverfahren

    Mit dem Vergleichswertverfahren ermittelt man den Wert einer Immobilie. Davon leitet sich wiederum der Marktwert des Grundstücks ab, das hinsichtlich Nutzung, Bodenstruktur, Lage und Schnitt mit anderen Grundstücken vergleichbar ist.

  • Verkehrswert

    Der Verkehrswert wird auch Marktwert genannt und bezeichnet den aktuellen Wert eine Immobilie.

  • Versicherungen für Eigenheimbesitzer

    Bauherren und Immobilieneigentümer sollten für ihre Immobilie(n) einige Versicherungen abschließen. Die wichtigsten sind: Bauherren- und Bauleistungshaftpflicht- sowie Feuerrohbau- und Unfallversicherung. Ist die Immobilie bezugsfertig, stehen Versicherungen gegen Hochwasser, Sturmschäden (höhere Gewalt) und Hausbrand an.

  • Vollfinanzierung

    Wer eine Immobilie mittels Vollfinanzierung kauft, hat kein Eigenkapital zur Verfügung und muss daher den gesamten Kaufpreis als Kredit aufnehmen.

  • Vollgeschoss

    Jede Etage einer Immobilie, die komplett über der Erdoberfläche liegt und bei mindestens 66 % der Grundfläche eine Höhe von 2,3 Metern oder mehr hat, wird Vollgeschoss genannt.

  • Vorfälligkeitsentschädigung

    Für den Fall, dass ein Kreditnehmer schon vor Ablauf der vertraglich festgelegten Kreditlaufzeit die Kreditsumme zurückzahlt, kann die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, weil sie durch die zeitige Rückzahlung der Darlehenssumme mit Zinsausfällen rechnen muss.

  • Vorkaufsrecht

    Das Vorkaufsrecht garantiert einem potentiellen Käufer einer Immobilie das Recht, diese zu erwerben, selbst, wenn der Kaufvertrag mit einem Dritten abgeschlossen werden sollte. Dieses Vorkaufsrecht muss vorher allerdings vertraglich fixiert oder im Grundbuch eingetragen werden.

  • Wohngebäudeversicherung

    Naturgewalten wie Wasser, Sturm und Feuer können in kurzer Zeit ein ganzes Haus und alles, was sich darin befindet, zerstören. Die Wohngebäudeversicherung leistet in solchen Fällen Schadensersatz und verhindert eine mögliche Existenzbedrohung der Eigentümer/Bewohner. Abgesichert sind Schäden durch Feuer, Leitungswasser und Sturm. Sollte es zum Totalschaden kommen, bezahlt die Versicherung jene Summe, die man gemäß den aktuellen Baupreisen benötigen würde, um das Gebäude vollständig wieder aufzubauen.

  • Wohngeld

    Mit dem sogenannten Wohngeld unterstützt der Staat wirtschaftlich Schwache und Geringverdiener. Wohngeld kann aber auch die regelmäßigen Zahlungen bezeichnen, die sich an einem Wirtschaftsplan orientieren.

  • Wohnungsübergabe

    Bei der Wohnungsübergabe nach Beendigung eines Mietverhältnisses kontrolliert der Vermieter, ob der Mieter in der Wohnung Schäden angerichtet hat und seinen vertraglich vereinbarten Verpflichtungen nachgekommen ist. Außerdem verlangt er sämtliche zur Wohnung und zum Haus gehörenden Schlüssel. Bei der Wohnungsübergabe zu Beginn eines Mietverhältnisses begutachten Vermieter und Mieter die neue Wohnung, um eventuell vorhandene Schäden (Kratzer im Fußboden, Schäden an Fenstern oder Türen etc.) aufzunehmen, damit diese dem neuen Mieter nicht zur Last gelegt werden können.

  • Zeitmietvertrag

    Bei einem Zeitmietvertrag mietet man eine Wohnung/Immobilie nur für eine bestimmte, befristete Zeit. Das Mietverhältnis endet nach Ablauf dieser Zeitspanne, es sei denn, es wird zwei Monate vor Vertragsablauf von beiden Seiten verlängert.

  • Zinsbindung

    Unter Zinsbindung versteht man, wenn vor Abschluss eines Kredites die Zinsen bzw. deren Höhe für einen bestimmten Zeitraum festgelegt werden. Der Kreditgeber kann in diesem Zeitraum die Zinsen nicht erhöhen.

  • Zinsfestschreibung

    Die Zinsfestschreibung ist der Zeitraum, für den ein Kreditgeber die Kreditkonditionen garantiert. Meistens liegt die Zeitspanne bei 5, 10 oder 15 Jahren.

  • Zinssatz

    Der Zinssatz beziffert die Höhe der zu zahlenden Zinsen und wird in Prozent angegeben.

  • Zwangsversteigerung

    Die Zwangsversteigerung ist eine von drei Möglichkeiten, Immobilien und Grundstücke zu vertreiben, und wird vom zuständigen Amtsgericht durchgeführt. Dafür setzt das Gericht eine Versteigerungstermin an, an dem die Immobilie/das Grundstück an den Höchstbietenden versteigert wird. Der Erlös geht an den Gläubiger/die Gläubiger.

  • Zweite Berechnungsverordnung (II. BV)

    Die Zweite Berechnungsverordnung (II. BV) ist eine Rechtsverordnung, in der Bestimmungen fixiert sind, nach denen man die Wirtschaftlichkeit von Wohnraum berechnet.

  • Zwischenfinanzierung

    Die Zwischenfinanzierung ist die kurz- oder mittelfristige Beschaffung von Geldern. Sie wird in der Regel irgendwann später durch die Endfinanzierung abgelöst.

top