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von Daten und Delikatessen

künstliche Intelligenz macht
Kochen zum Kinderspiel

Darf es etwas künstliche Intelligenz bei Hausgeräten sein? – Die Antwort darauf lautet ja, solange die intelligenten Helfer nicht bevormunden, sondern mit ihnen alles leichter von der Hand geht. Marktriesen wie Bosch, Miele und Siemens sind bereits mit künstlicher Intelligenz in die Küche vorgedrungen: KI soll den Alltag erleichtern, die Kochergebnisse verbessern und nebenbei noch Energie sparen.

 

Stellen Sie sich das folgende Szenario vor: Sie bereiten einen fränkischen Krustenbraten vor, schieben die befüllte Bratreine in den Ofen, schließen die Tür, und der Ofen erledigt den Rest.

Der Backofen überwacht kontinuierlich den Zustand des Bratens und schaltet bei Erreichen der optimalen Kerntemperatur automatisch ab. Währenddessen köchelt ein Cremesüppchen auf dem Kochfeld – das nicht nur ständig die Temperatur im Topf misst, sondern die Leistung bei Bedarf auch automatisch erhöht oder reduziert.

Weiter geht’s nachmittags mit Kuchenbacken: Per Sensor misst Ihr Backofen die Feuchtigkeit im Innenraum und passt Backtemperatur, Heizart und Garzeit entsprechend an. Stäbchentest war gestern, willkommen in der intelligenten Küche!

 

Aber wie funktioniert ein Backofen mit künstlicher Intelligenz, kurz KI?

Das Grundprinzip ist bei allen Herstellern dasselbe. Möglich macht’s eine Backofenkamera, die in das Gerät integriert ist und der KI ein Bild des Ofeninhalts liefert. Die KI identifiziert das Gericht und lässt Ihnen die beste Zubereitungsart vorschlagen. Per Knopfdruck wird bestätigt, und los geht’s: Dann regelt der Ofen nicht nur die Temperatur, sondern auch das gelegentliche Zuschalten von Dampfstoß, Grill oder Mikrowelle. Je nach Hersteller sind aktuell zwischen 30 bis 40 Speisen digital identifizierbar, vom mediterranen Ofengemüse über Krustenbraten bis hin zum Streuselkuchen — und die Systeme lernen laufend hinzu.

So manches Gerät, in diesem Fall der Siemens iQ700 Backofen, trumpft noch mit weiteren Features wie einem intelligenten Bräunungssensor auf: Nutzerinnen und Nutzer entscheiden vorab auf einer Skala von 1 bis 5, wie gut gebräunt und wie knusprig Pizza, Lasagne, Aufläufe oder Brötchen werden sollen. Die KI sorgt dann dafür, dass das Endergebnis so ausfällt wie gewünscht.

So muss niemand mehr am Ende der Back- oder Bratzeit nachschauen, ob das Gericht früher rausgenommen oder länger drinbleiben soll. Wer trotzdem ab und zu ins „Rohr“ sehen möchte, kann das über die zugehörige App auf dem Handy tun – ohne den Backofen zu öffnen und Hitze entweichen zu lassen.

Auch bei Waschmaschine und Geschirrspüler kann künstliche Intelligenz schon den Unterschied machen:

Die KI erkennt den Grad der Verschmutzung, um Waschmittel, Wasser und Strom zu sparen. Die Kühlschrank-KI meldet nicht mehr nur, was sich im Kühlschrank befindet, sondern auch, wenn sich der Inhalt dem Ende neigt.

Eins ist sicher: Die KI hält noch einige Überraschungen für uns bereit. Wir stehen am Anfang und werden noch häufig staunen. Ein in Alabama ansässiges Technologieunternehmen hat zuletzt ein auf künstlicher Intelligenz basierendes Modell entwickelt, das Rezepte unter Berücksichtigung des aktuellen Kühlschrankinhalts erstellt. Ein digitaler Blick ins Innere reicht der Anwendung aus, um durch Bilderkennung und mit dem Sprachmodell GPT-4 von OpenAI ein schmackhaftes Rezept zu kreieren; einschließlich des passenden Rezepttitels, der genauen Zutatenmenge und der einzelnen Arbeitsschritte. Der „KI-Koch“ wurde zuvor mit über 2.000 Bildern von offenen Kühlschränken trainiert. Als Ergebnis konnte das Modell ein 100-seitiges Kochbuch mit verschiedenen einzigartigen Rezepten erstellen.

 

 

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